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Frankfurter Rundschau, 19.05.2012: "EIN SIEG FÜR BLOCKUPY". Aufnahmen der Demo folgen in der D.O.-Sondersendung.
Da Musik in Podcasts besonders GEMA-relevant wird, hier extern das Lied, das die "Kleingeldprinzessin" Dota Kehr bei der Auftaktkundgebung sang, nach ein paar mahnenden Worten gegen die "Faule-Griechen-Hetzkampagnen"

THEMA der Woche: "The Corporation", das Unternehmen. Deutschsprachige Information zum Dokumentarfilm hier bei Wikipedia.
Einblick von Ende 2011 in den hamburger Prozess gegen mutmaßliche Piraten aus Somalia - "nur Belastungsgzeugen".
Schweizer Position zum "Krieg ohne Kriegserklärung" ("Die Wochenzeitung" 09.02.2012)
MUSIKTIPPS: Kae Sun, "Lion on a Leash", Löwe an der Leine... und mehr MusikerInnen auf "Africa is a country" +++ Habib Koité, "Cigarette a bana"
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Kapitalismuskritik ohne Sinn und Verstand?


von Sylvia Schmidt | Mittwoch, 16. Mai 2012

Demo 31.März 2012 des M-31-Bündnisses in Frankfurt a. M. Foto © Wolf Wetzel / Umbruch Bildarchiv

Demo 31.März 2012 des M-31-Bündnisses in Frankfurt a. M. Foto © Wolf Wetzel / Umbruch Bildarchiv (umbruch-bildarchiv.de)

“Hier kommt der Aufstand” – und was kommt danach? Wolf Wetzel, Fotograf dieses Bildes, beschrieb den Aktionstag 31.März.2012 des M31-Bündnisses und die Entwicklung der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrant/innen und der Polizei. Wetzel zitierte aus einem FAZ-Kommentar vom 02.04.2012 die Worte, Frankfurt habe das schlimmste Ausmaß linksextremer Gewalt seit vielen Jahren erlebt. Manche Kommentare, so Wetzel, gelangten fast wieder zur Wahrheit zurück – “Genau das, was diese alte Parole zum Ausdruck bringen sollte: Menschen sterben und ihr schweigt, Fenster bersten und ihr schreit!” Die Medien würden von folgenloser, diffuser, hilfloser Kapitalismuskritik sprechen. WELT Online, wie die BILD aus dem Hause Axel Springer, also eher pro-Kapital einzuordnen, veröffentlichte 15.10.2011 Fotos freizügiger DemonstrantInnen, Woodstock lässt grüßen, und zitierte Elitenforscher Michael Hartmann, der den Erfolg von Occupy bezweifelt. Nur sehr massiver politischer Druck könne die Elite beeindrucken, und der sei weder in den USA noch bei uns erkennbar. Was zu ändern wäre, habe in den letzten drei Jahren (…) klar auf dem Tisch gelegen, getan hätte sich aber nur sehr wenig.
Occupy Frankfurt hatte sich inhaltlich an die Seite des M31-Bündnisses gestellt, dabei aber betont, dass Occupy Frankfurt immer zu friedlichen Demonstrationsformen aufgerufen habe und dies auch weiterhin tun werde. Die FrankfurterInnen, am Ort des deutschen Finanzgeschehens, folgten wie viele andere Occupy Wall Street (= Besetzt die Wall Street). Selbst ein schneller PC braucht Zeit, um directory.occupy.net auf Occupy Together anzeigen zu können. Aus Europa, Asien, Australien, Afrika kam Antwort. Wir auch. Wir haben es satt. Die Selbstverbrennung des vor dem Arabischen Frühling völlig unbekannten Tunesiers Mohammed Bouazizi, der versucht hatte, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen aber an staatlicher Repression und Bestechlichkeit scheiterte, ist eine der Antworten von Occupy Together, was Occupy ist. Und: “Occupy ist eine internationale Bewegung aus dem Volk, von Individuen mit verschiedensten Hintergründen und politischen Ansichten.” Gemeinsamer Nenner: Kein Vertrauen mehr in die politischen VertreterInnen, die Klientelpolitik im Sinne “krimineller Unternehmen” (Occupy Together) betreiben und profit-orientiert entscheiden. “Wir wollen ein System, das den Interessen der Menschen dient”.

147 Finanzkonzerne regieren die Welt, so die Aussage einer Züricher Studie, auf die sich “Der Sonntag” beruft. Dass es mit der gefühlten Freiheit im Kapitalismus so eine Sache ist, und dass ungehindert expandierende Unternehmen VerliererInnen zurücklassen, zeigen die weltweit entstandenen Proteste: “…ohne Zukunft, ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Rente, ohne Angst”, ließen spanische Jugendliche auf ihre T-Shirts drucken, bevor sie als Teil der “Democracia real ya”-Bewegung (= echte Demokratie jetzt) in Madrid auf die Straßen gingen. Das ist nur die Spitze des Eisberges. Wer in Deutschland beispielsweise wenig verdient, oder besser gesagt, wenig für seine Tätigkeit bekommt, sucht Schnäppchen, in der Regel bei Anbietern, die in sogenannten Billiglohnländern produzieren lassen. Der Dokumentarfilm “Let’s make money” von Erwin Wagenhofer steuert weitere Bilder und Berichte zum Thema bei. “Karl Marx, der störrische Rechthaber, hat es vorhergesehen: Der Kapitalismus funktioniert heute genau so, wie er es beschrieben hat. (…) Hier lässt der Kapitalismus Milch und Honig fließen, dort schafft er Elend”, schrieb Thomas Asshauer 2008 für die ZEIT.


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“Demokratie Online”, Sendung 23.April.2012: Gewalt, Krieg – Folgen und Rechtfertigungen. Vietnam, Irak, Afghanistan. Völkermord und Aufarbeitung, Geschichte und Feindbilder


von Sylvia Schmidt | Montag, 23. April 2012

Welche Parallelen die genannten Beispiele haben, klärt sich im Verlauf der Sendung.
Der Beitrag enthält Ausschnitte des Dokumentarfilms “Enemies of the People” (© Old Street Films, Thet Sambath 2009), bzw. einer Antwort des Co-Regisseurs Rob Lemkin bei der Vorführung in Phnom Penh. Film-Website: enemiesofthepeoplemovie.com. Anm. D. O.: Der Film besteht größenteils aus untertitelten Interviews in der Landessprache Kambodschas, Khmer. Veröffentlichungen von Filmausschnitten sind in der Regel auf wenige Minuten beschränkt.

Außerdem ein Interview-Ausschnitt – Jenny Becker, en-paz.de (Juristin, Friedens- und Konfliktforscherin).
Ebenfalls ausschnittweise: Vortrag Werner Ruf, Kassel. werner-ruf.net zu seinem Buch “Der Islam – Schrecken des Abendlandes. Wie sich der Westen sein Feindbild konstruiert” (Papyrossa-Verlag).

Sendung 11,1 MB, 22 Min.


Anm. D. O. zur Sendung: Wie Folterungen und Hinrichtungen “begründet” worden sind, zeigt die Ähnlichkeit aller Gewaltherrschaften, ganz ungeachtet des politischen Systems.
Schon ein geringster Anlass oder “Ungehorsam” aus rein menschlichen Gründen galt als Abweichung von der Parteilinie, was einem “Verrat” gleichkam, der wiederum mit größter Wahrscheinlichkeit Weiterlesen

D. O. - Sendung 23.04.2012 [ 0.01 MB ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download

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Dokumentarfilm “Enemies of the People” – Aufarbeitung des Völkermordes in Kambodscha


von Sylvia Schmidt | Mittwoch, 11. April 2012

Dokumentarfilm "Enemies of the People" © Old Street Films, Thet Sambath

Dokumentarfilm "Enemies of the People" © Old Street Films, Thet Sambath. Nuon Chea, Pol Pot's rechte Hand (li.), mit Thet Sambath

“Phnom Penh Post” Chefreporter Thet Sambath (Nachname Thet) und der britische Dokumentarfilmer Rob Lemkin widmeten dem Zweiten Indochinakrieg, bzw. Vietnam-Krieg ein paar Sekunden Archivmaterial aus den 1970ern, als die US-Luftwaffe Kambodscha bombardierte – “um den Vietnam-Krieg zu beenden”. Im erbitterten Entweder-Oder des Kapitalismus (USA) und Kommunismus (ehemalige UdSSR) verdienten auch Dow Chemical (Napalm) oder Monsanto (Agent Orange) Millionen. Nur eine Kriegspartei kämpfte für ein unabhängiges Vietnam, unterstützt aus Kambodscha durch die neutrale Haltung Sihanouks: Die kommunistischen Viet Minh/Viet Cong, Letzteres ein von US-Amerikanern gewählter Ausdruck für die vietnamesische Nationale Befreiungsfront. Diese benutzte den durch Kambodscha und Laos führenden Ho-Chi-Minh-Pfad, der dann Ziel US-amerikanischer Bombardierungen war. 1970 wurde Lon Nol in Kambodscha an die Macht geputscht, ein Verbündeter der USA, die Bombardierungen des Landes wurden fortgesetzt.
1975 eroberten die Roten Khmer (Khmer Rouges) zuletzt Phnom Penh, setzten Sihanouk wieder ein, setzten ihn 1976 wieder ab, als dieser den Kurs der Roten Khmer kritisierte.

“Warum und auf wessen Befehl starben 1,7 bis 2 Millionen Kambodschaner/innen im extrem-kommunistischen Terror-Regime der Roten Khmer?”, fragte der “Phnom Penh Post” – Reporter, selbst ein vollwaises Kind der Killing Fields. “Enemies of the People”, Ergebnis seiner rund 10-jährigen Recherche, beantwortet viele Fragen. Dies auf eine im Vergleich zu Holocaust-Dokumentationen ungewöhnliche Weise: Thet Sambath, später auch Co-Regisseur Rob Lemkin, näherte sich den Interviewpartner/innen höflich, verurteilte nicht, respektierte sie dafür, dass sie mehr und mehr die Wahrheit sagten.
Hier die Kurzbesprechung des Films für radio flora… Weiterlesen


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“Raising Resistance” – der Widerstand gegen die Sojaisierung Paraguays wächst. Mit ihm auch die Gegengewalt…


von Sylvia Schmidt | Mittwoch, 4. April 2012

Dokumentarfilm "Raising Resistance" - © Dreamer Joint Venture

Szene aus Dokumentarfilm "Raising Resistance" - © Dreamer Joint Venture

“Wir tun nichts anderes als die Welt zu ernähren”, sagte Biotechnologe und Mitarbeiter der Obama-Regierung Roger N. Beachy im Dokumentarfilm “Raising Resistance” von Bettina Borgfeld und Daniel Bernet. Soja sei als Futterpflanze für die Fleischproduktion am effizientesten. Doch Meldungen zur Fleisch-Überproduktion, wie diese aus der Schweiz oder von “Brot für die Welt” stellen die alleinige Verantwortung des Verbrauchers in Frage. Paraguay ist viertgrößter Soja-Exporteur. Die ursprünglich vielfältige Landwirtschaft Paraguays, kleinbäuerliche Existenzen, ganze Dörfer verschwanden schon unter der Walze Soja. Noch gibt es Campesinas und Campesinos wie Juana Rodriguez oder Geronimo Arevalos, der seit Ende März in Deutschland auf Infotour ist. Kinostart von “Raising Resistance” ist 03.Mai.2012. Ergänzung D. O. 29.04.2012: Hier die Besprechung des Films für radio flora, im Beitragstausch des BFR.
“Wir sind die letzte Generation der Campesinos”, sagte Arevalos im Film. Die Letzten in Paraguay, die noch wissen, wie man ein Stück Land so bewirtschaftet, dass ökologisches Gleichgewicht und biologische Vielfalt erhalten bleiben, und dass auch die Familie unabhängig leben kann. Aus diesen Selbstversorger/innen werden Landlose, genau wie in Brasilien oder Argentinien. Sie bevölkern dann Slums (und Gefängnisse) – oder sie leisten Widerstand. Der paraguayanische Präsident Fernando Lugo Mendez galt als Hoffnung der Kleinbauern- und Bäuerinnen … Weiterlesen


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Geld aus dem Nichts


von Sylvia Schmidt | Freitag, 9. März 2012

Stephan Kaufmann beantwortete Februar 2012 im Wirtschaftsteil der “Frankfurter Rundschau” Fragen, die die Finanzkrise aufgeworfen hat. Die EZB drehe den Geldhahn weit auf, doch:

“Wo kommt das Geld her, dass die EZB verleiht”

Antwort:

“Sie ‘schöpft’ es aus dem Nichts, wie jede Zentralbank.”

“Luftbuchungen” nannte Markus Schwarz, Co-Initiator der hannoverschen Regionalwährungsinitiative “Leine-Kies”, das Spiel mit Summen, für die es keinen realen Gegenwert an Arbeit, Waren oder Dienstleistungen geben kann.
Regionalwährungen verlieren im Gegensatz zu Geld ihren Wert, wenn sie gehortet werden, sie sind das, was Geld ursprünglich war: Nur ein Tauschmittel. Selten taucht im Geschichtsunterricht das österreichische Komplementärwährungsexperiment von 1932/33 auf – vielmehr orientiert sich die Geschichtsschreibung an Publikationen wie z. B. die des Deutschen Historischen Museums zur Weltwirtschaftskrise 1929-33.


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Keine Patentierung in konventioneller Zucht – teilweise Rückzug des Monsanto-Partners KWS Saat AG, nach Bayer und BASF


von Sylvia Schmidt | Sonntag, 4. März 2012

Foto © KWS Gentechnikfrei. Der Name der Initiative bezieht sich auf den deutschen Monsanto-Partner KWS Saat AG

Am 08.Februar.2012 wurde im Europäischen Parlament öffentlich debattiert – “No Patents On Seeds” hatte die von MEPs geleitete Diskussion organisiert. Einen Tag später forderten die Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag die Bundesregierung auf, keine Patente “auf konventionelle Züchtungsverfahren, mit diesen gezüchtete landwirtschaftliche Nutztiere- und Pflanzen sowie deren Nachkommen und Produkte” zu erteilen. Konventionelle Zucht sei die Nutzung eines “im Wesentlichen biologischen Verfahrens”. Diese Entscheidung schließt jedoch genmanipulierte Pflanzensorten und gegebenfalls Tierrassen nicht ein, selbst wenn diese an sich ebenfalls keine Erfindung der Konzerne sind. Mais u. a. sind uralte Kulturpflanzen.
Noch im Januar 2012 meldete die WirtschaftsWoche, nach Bayer werde nun auch BASF seine Gentechnik-Forschungen von Deutschland ins gentechnikfreundlichere Ausland verlegen. Der Artikel ging nicht weiter auf landwirtschaftliche Aspekte wie Bodenfruchtbarkeit und Schutz der Bienen vor toxischen Pflanzenschutzmitteln ein. Vielmehr wurden die positiven Bilanzen der Firmen sowie deren Begründung für den Rückzug genannt. “Mangelnde Akzeptanz der Zukunftstechnologie”, hieß es. Laut WirtschaftsWoche reagierten “viele CDU- und FDP-Politiker” mit Sorge … Weiterlesen


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“Demokratie Online”, Sendung 19.Feb.2012 – Nachhaltigkeit weltweit und “Wir haben es satt!”-Proteste 2012


von Sylvia Schmidt | Sonntag, 19. Februar 2012

D. O. – Sendung Feb.2012 – 1. Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Ernährung weltweit. Mit Vandana Shiva (übersetzte Rede Dez. 2011 in Hannover zum Rio+20-Nachhaltigkeitskongress), Interview mit Achim Riemann (JANUN Hannover) zum Rio+20-Kongress. Außerdem Beiträge der Kampagne “Meine Landwirtschaft” vom Dez. 2011 im Rathaus Hannover, Veranstaltung “Bauer hält Hof” anlässlich der “Wir haben es satt!”-Demo Jan.2012 in Berlin für eine andere Agrarpolitik. Beiträge in der Reihenfolge: AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Diakonisches Werk, Bund Deutscher Milchviehhalter, Slowfood Deutschland, Solidarische Landwirtschaft (Hannover) – Beitrag aus dem Publikum, Bioland-Verband Niedersachsen, BUND, Deutscher Tierschutzbund, EED, NABU und aus dem Publikum ein Kirchenvertreter.
Hinweis: Die Größe der Datei in MB = 38,8! Länge der Sendung: 43.38
Am Podcast müssen noch diverse Tests durchgeführt werden, D.O. gibt es erst seit Ende 2011!

D. O. – Sendung 19.Feb.2012 – Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Ernährung weltweit und “Wir haben es satt!”-Proteste 2012 [ 0.01 MB ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download

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dm – Industriepartner Unilever…


von Sylvia Schmidt | Freitag, 10. Februar 2012

Anfang der 70er hatte Prof. Götz W. Werner, Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens, die Basis für die Drogeriekette “dm” (denk mit) gelegt. “Ein Unternehmen ist für die Menschen da, nicht andersherum”, heißt es u. a. in der dm-Selbstdarstellung, Werte und Kultur seien Verantwortlichkeit, Menschlichkeit, Nachhaltigkeit. Diese Philosophie ist beispielsweise erkennbar an firmeneigenen, nach Richtlinien hergestellten Produkten, an von dm unterstützten Projekten oder recyclebaren Einkaufstüten. Als “Waldorf-Discounter” bezeichnete das Manager-Magazin die Drogeriekette, Götz Werner ist Anthroposoph. Die Richtlinien des ebenfalls anthroposophisch verwurzelten Bio-Anbauverbandes “Demeter” zeigen, woran Unternehmen sich halten müssten, wobei die Drogeriekette selbst kein Demeter-Betrieb ist.
In den dm-Filialen wird Tchibo-Ware verkauft, und in der Januar 2012-Ausgabe der Kundezeitschrift “alverde” wird der Konzern Unilver als Industriepartner genannt (“Bäume als Zeichen für mehr Nachhaltigkeit”). Auch Unilever bloggt. Zu Klimaschutz, Lieferungen an Schlecker, Nachhaltigkeit, Patenten und Innovationen, doch anders als andere Unternehmen klammert dieses nicht die Zeit zwischen 1933-1945 aus. Nicht nur die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Konzern im Visier; gegen Unilever, Proctor & Gamble und Henkel wurde ein Kartellverfahren eingeleitet, nachdem Henkel 2008 selbst über die Vereinbarungen informiert hatte. UmweltschützerInnen und NGOs unterstützten z. B. 2011 indonesische Proteste gegen Landraub und Regenwaldzerstörung. Die “Kampagne gegen Kinderarbeit” setzte Unilever neben Monsanto, Advanta, Bayer und Syngenta.


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Ist eine Gegendarstellung erwünscht? s.schmidt (at) demokratie-online.net

ALLES ZU ERNST BEI D. O.?
Ja, das ist wirklich blöd! Demnächst gibt es in dieser kleinen Nische von D. O. wieder mehr Links zu Bitterbösem und Beschaulich-Heiterem...

"Ich mag so gern am Fließband stehn", bekräftigt Hans Scheibner überzeugend auch ohne Meyer's Dampfkapelle... Arbeit macht eben froh. Korrektur: Bezahlte Arbeit macht froh. Naja, auch nicht immer. Eher selten sogar.
"Arbeit nervt", stellt das Deichkind fest.
Hartz4 gewinnt, heißt eine Videodokumentation.

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